Glücksspiel soll Unterhaltung sein. Wenn es keinen Spaß mehr macht oder sich „nicht abschalten“ lässt, ist es wichtig, frühzeitig gegenzusteuern. Auf dieser Seite finden Sie praktische Hinweise, Warnsignale und seriöse Anlaufstellen für Beratung und Unterstützung.
Grundsätze für verantwortungsbewusstes Spielen
- Setzen Sie nur Geld ein, das Sie entbehren können – niemals Mittel für Miete, Rechnungen oder Lebenshaltungskosten.
- Limits festlegen – vor dem Spiel! Setzen Sie ein Budget- und Zeitlimit fest und halten Sie es ein – nicht nach „Gefühl“ anpassen.
- Keine Jagd nach Verlusten. Verluste „zurückgewinnen“ zu wollen, ist ein häufiges Warnsignal.
- Pausen einplanen. Unterbrechungen helfen, Impulsentscheidungen zu vermeiden und wieder klar zu denken.
- Nicht unter Stress spielen. Bei Stress, Traurigkeit, Wut oder Einsamkeit steigt das Risiko für unkontrolliertes Spielen.
- Alkohol & Drogen vermeiden. Beeinträchtigte Entscheidungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit von riskantem Spielverhalten.
Warnsignale für problematisches Spielverhalten
Problematisches Spielen kann sich schleichend entwickeln. Mögliche Anzeichen sind:
- Sie spielen länger oder mit höheren Einsätzen als geplant.
- Sie verheimlichen Ihr Spielverhalten oder lügen darüber.
- Sie leihen sich Geld, um zu spielen, oder geraten in finanzielle Schwierigkeiten.
- Sie denken häufig ans Spielen oder werden unruhig, wenn Sie nicht spielen.
- Sie versuchen, Verluste sofort wieder auszugleichen.
- Beziehungen, Arbeit/Studium oder Ihre Gesundheit leiden.
Was Sie sofort tun können
- Stopp & Abstand: Legen Sie eine Spielpause fest (z. B. 24 Stunden oder 7 Tage) und halten Sie sie konsequent ein.
- Budget trennen: Trennen Sie Spielgeld vom Alltagskonto (z. B. ein festes Prepaid-/Unterkonto ohne Nachladen).
- Trigger erkennen: Notieren Sie, wann und warum Sie spielen (Stress, Langeweile, Frust, Einsamkeit).
- Mit jemandem sprechen: Ein Gespräch mit einer Vertrauensperson entlastet – und ist oft der wichtigste erste Schritt.
Schutzfunktionen: Sperren & Selbstschutz
- Selbstsperre (OASIS): In Deutschland gibt es eine spielformübergreifende, bundesweite Spielersperre (OASIS), um den persönlichen Zugriff auf Glücksspielangebote zu stoppen
- Technische Barrieren: Nutzen Sie – wenn möglich – Einzahlungs- und Zeitlimits, Reality-Checks, Auszeiten sowie Zahlungs-/Banking-Blocker.
Infos zur Spielersperre und zum Vorgehen finden Sie z. B. hier: Spielersperre beantragen (check-dein-spiel.de).
Hilfe & Beratung in Deutschland
Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren – holen Sie sich Unterstützung. Es gibt kostenlose und anonyme Beratung, auch für Betroffene und Angehörige.
- Beratung & Infos (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, BIÖG):
check-dein-spiel.de - Telefonberatung zur Glücksspielsucht (kostenlos & anonym):
0800 1 37 27 00
Sprechzeiten: Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr - Online-Beratung (Chat/E-Mail):
Online-Beratung auf check-dein-spiel.de - Spielen mit Verantwortung (Infos, Selbsthilfe-Impulse):
spielen-mit-verantwortung.de - Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht (Übersicht & regionale Hilfe):
bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de - Weitere seriöse Informations-/Beratungsangebote:
- automatisch-verloren.de (Schwerpunkt Hamburg, kostenlos & anonym)
- spielsucht-therapie.de (Überblick zu Hilfe, Beratung und Therapieangeboten)
- gluecksspielhilfe.de (professionelle Informationen & Unterstützung)
Jugendschutz
In Deutschland ist Glücksspiel erst nach Erreichen des gesetzlichen Mindestalters erlaubt. Minderjährige dürfen nicht spielen. Wenn Sie als Elternteil oder Bezugsperson Unterstützung suchen, stellen Beratungsstellen eine gute Anlaufstelle dar.
Unser Hinweis als Informationsangebot
gameoasis.de stellt Informationen rund um Casino- und Sportwetten-Themen bereit. Wir bieten keine persönliche Therapie oder Suchtberatung an. Bei akuten Problemen wenden Sie sich bitte an professionelle Beratungsstellen.
Kontakt
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